Nationalpark Risnjak – einmaliges Ökosystem

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Wer den Nordwesten Kroatiens bereist, stößt auch auf Gorski kotar, das waldreichste Gebiet des Landes. 15 km von Rijeka entfernt, direkt an der Adria, liegt der Nationalpark Risnjak, der ein 63,5 km² großes Gebiet innerhalb des Dinarischen Gebirges umfasst. Der Nationalpark, der die Gipfel Veliki Risnjak und Snežnik sowie das Quellgebiet und den Oberlauf des Kupa umfasst, wurde 1953 gegründet und später nochmals erweitert. Aufgrund der vorherrschenden Bewaldung leben im Nationalpark Braunbären, Wölfe, Luchse, Adler und andere unter Naturschutz stehende Tierarten. Der Park bietet durch seine zahlreichen Wege viele ausgezeichnete Wanderstrecken und vom 1.528m hohen Gipfel des Risnjak aus einen wundervollen Ausblick auf Velebit und die Alpen.

Anreise

Von Zagreb aus wendet man sich Richtung Rijeka und kann dabei zwischen Autobahn und Landstraße wählen. Man wählt die Abbiegung nach Delnice, das ebenfalls mit dem Zug erreicht werden kann. Von dort aus erreicht man Crni lug, findet dort die Nationalparkverwaltung und ist gleichzeitig am Eingang des Nationalparks angekommen. Für geführte und ebenso für Wanderungen auf eigene Faust ist hier ein geeigneter Ausgangspunkt. Einfacher gelangt man in den Park, wenn man auf der Straße Zagreb-Rijeka die Ausfahrt Gornje Jelenje wählt und sich dann auf einem Waldweg Richtung Vilje hält. Über einen Stichweg erreicht man einen Parkplatz, von dem aus der Gipfel des Risnjak leicht zu erreichen ist.

Die Geschichte des Nationalparks

Der Naturforscher Hovat erkannte in den fünfziger Jahren die Besonderheit des Gebietes und ergriff die Initiative, um den Gipfel Risnjak zum Nationalpark zu erklären. In diesem Gebiet stoßen zwei Gebirgsketten und ein Flusslauf aufeinander. 1953 war es so schließlich soweit, das Gebiet um den Gipfel Risnjak wurde Nationalpark. Im Jahre 1997 wurde die Fläche dann verdoppelt und der Gipfel Snežnik und das Quellgebiet des Kupa wurden mit in den Nationalpark mit aufgenommen.

Natur und Landschaft

Die Felsformationen bestehen aus Jurakalkstein, der im Laufe der Zeit durch Erosion bizarre und schroffe Felsformationen bildete. So sind die Gipfel des Naturparks zu einem Paradies für Bergsteiger, Bergwanderer und Kletterer geworden. Auf 313 Metern Höhe entspringt der Fluss Kupa. Dort, wo das Wasser aus der Erde quillt, hat sich ein 50m breiter See gebildet, von dem aus sich der Kupa seinen Weg durch den Nationalpark bahnt. In diesem Gebiet treffen sich sich das kalte Klima der Alpen, das mediterrane Klima der Adria und die Winde aus dem Landesinneren. Aus dieser Mischung einwickelten sich ganz besonderes Klimaverhältnisse, in denen sich eine ganz einzigartige Vegetation bilden konnte. Das Klima weist bei relativ niedrigen Temperaturen eine fast tropische Luftfeuchtigkeit auf. Die Folge davon ist eine unvergleichliche Waldlandschaft, die sich über 55% der ganzen Nationalpark-Fläche erstreckt. Der vorherrschende Buchen- und Tannenwald zieht sich bis in eine Höhe von 1.200 Metern, im Juni und Juli findet man eine Unmenge von Blühpflanzen auf den Bergwiesen der oberen Lagen, darunter Orchideen, Lilien, Enzian und Edelweiß. Die Unzugänglichkeit des Bergmassivs hat neben der Ausweisung als Nationalpark dafür gesorgt, dass einige Bereiche noch als „Urwald“ anzusehen sind, da niemals Rodungen oder Pflegemaßnahmen durchgeführt wurden. Nur Wissenschaftler dürfen diese Gebiete zu Forschungszwecken betreten.

Aufgrund der einzigartigen Flora hat sich ein ganz besonderer Tierbestand im Nationalpark angesiedelt. Je nach vorherrschendem Ökosystem leben und leben und brüten hier verschiedene Vogelarten, wie zum Beispiel das seltene Haselhuhn. In den oberen felsigen Gebieten nisten acht verschiedene Greifvogelarten.

Der Kupa ist ein fischreicher Fluss, bevölkert mit Forellen, Elritzen und Äschen. Hoch- und Niederwild leben in den Wäldern und an den Gebirgshängen und verschiedene europäische Raubtierarten wie Luchs, Wolf und Braunbär finden hier einen angemessenen Lebensraum.

Ausflugsziele und Aktivitäten im Nationalpark Risnjak

Der Nationalpark Risnjak erschließt sich am besten, indem man ihn erwandert. Eine Vielzahl von Wanderwegen ermöglicht es dem Besucher, die verschiedenen landschaftlichen Zonen zu entdecken. Ein guter Einstieg ist der Naturpark Leska, der von der Ortschaft Bijela Vodica aus in den Park führt und eine Vielzahl von Informationen über das Gebiet, seine Fauna und Flora liefert. Von hier aus kann man sich in einem halben Tag in den Nationalpark vor arbeiten und dabei auf dem Bergrücken Schlosserov in der dortigen Berghütte einkehren und die fantastische Aussicht genießen.
Das populärste Wanderziel ist sicher der Gipfel des Veliki Risnjak. Direkt unter dem Gipfel findet man eine Berghütte, zu der mehrere markierte Wege in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden führen. Die Wanderung auf den Risnjak kann man von unterschiedlichen Orten aus beginnen. Wer es sich leicht machen will, wandert vom Leska-Tal aus zur Klada-Quelle und von dort aus weiter zur Berghütte. Von Tuhobic aus kann man über die Rijeka-Bergsteiger-Transversale zur Berghütte aufsteigen.

Will man den Gipfel Snjeznik besteigen, nimmt man zum Beispiel den Hauptzugang aus Richtung Platak. Vom Gipfel aus sind Ausflüge in unterschiedliche Richtungen möglich. Ein ganz besonderes Ausflugsziel ist die Quelle des Kupa. Sie ist als eine der Hauptattraktionen des Nationalparks Risnjak und als hydrogeologische Besonderheit gut besucht. Man wählt entweder den Weg vom Dorf Razloge aus und gelangt über einen steilen Abstieg zur Quelle oder man steigt von Kupari aus über einen Pfad, der bis oberhalb der Quelle ansteigt und anschließend durch ein Flußbett bergab direkt zur Quelle führt.


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